Anzeige

Was Sie im Bewerbungsgespräch erwartet

Fit ins Vorstellungsgespräch. Profi Tipps

Sie haben es geschafft! Die Vorauswahl ist erfolgreich überstanden und die nächste Runde im Bewerbungsauswahlverfahren eingeläutet. In den meisten Fällen folgt nun eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch – manchmal auch direkt zu einem Assessment-Center. Bewerbungsgespräche haben aus Sicht des Arbeitgebers gegenüber Assessment Centern den Vorteil, dass sie leichter und kostengünstiger zu organisieren und sehr flexibel durchführbar sind.

 

Wie läuft ein Vorstellungsgespräch ab?

Bewerbungsgespräche beginnen in der Regel mit der Begrüßung und der Vorstellung der Gesprächspartner.

Anschließend wird man Sie zumeist bitten, ja nach Umfang ca. 10 bis 20 Minuten lang Ihren Lebenslauf mündlich darzustellen. Das sollten Sie in jedem Falle zuvor gründlich geübt haben. Unklare oder auffällige Stellen werden die Interviewer mit vertiefenden Zwischenfragen zu klären versuchen. Hier müssen Sie also gut auf alle Besonderheiten in Ihrem Lebenslauf und in Ihren Arbeitszeugnissen vorbereitet sein.

Danach werden die zumeist als typisch empfundenen Vorstellungsgesprächsfragen sowie beschäftigungstypische Fragen gestellt.

Gegen Ende des Bewerbungsgesprächs erhält gewöhnlich der Bewerber die Gelegenheit, seine Fragen zum Beschäftigungsverhältnis zu stellen.

Schließlich werden noch die Gehaltserwartung und Ihre Verfügbarkeit geklärt.

 

Erfahren Sie auf der nächsten Seite mehr über die  verschiedenen Arten, wie ein Vorstellungsgespräch geführt werden kann.


 Welche Vorstellungsgesprächs-Stile gibt es?

Unstrukturiertes Bewerbungsgespräch:

Der Interviewer ist unvorbereitet und stellt Fragen, wie sie Ihm gerade einfallen. Oft erzählt er mehr, als er fragt. Mitunter entstehen unangenehme Schweigepausen, weil der Interviewer nicht weiß, was er als Nächstes fragen soll. Diese recht unprofessionelle Form des Vorstellungsgesprächs finden Sie oft bei kleineren Betrieben, die selten einstellen und in denen der Chef oder der Abteilungsleiter persönlich die Gespräche abnehmen.

 

Halbstrukturiertes Bewerbungsgespräch:

Der Interviewer weiß, welche Fragen er in dem Interview auf jeden Fall klären will. Diese Fragen sind vorbereitet und werden in das ansonsten weitgehend unstrukturierte Vorstellungsgespräch eingebaut.

 

Strukturiertes Bewerbungsgespräch:

Hier wird nichts den Zufall überlassen. Alle Fragen sowie ihre Reihenfolge im Vorstellungsgespräch sind vorbereitet und mitunter wörtlich vorformuliert. Oft verwendet der Interviewer einen ausgearbeiteten Fragebogen (“Interviewleitfaden”) und trägt seine Notizen in ein Formular ein. Diese Bewerbungsgesprächstechnik wirkt zwar manchmal etwas steif, ist aber schon recht professionell. Die Ergebnisse strukturierter Vorstellungsgespräche ermöglichen bessere Vergleichbarkeit bei einer hohen Anzahl von Bewerbungsgesprächen und verschiedenen Interviewern. Und Sie können davon ausgehen, dass man sich bei der Ausarbeitung des Interviewleitfadens genaue Gedanken darüber gemacht hat, was für die Stelle wichtig ist.

 

Multimodales Bewerbungsgespräch:

Auch bei dieser Technik werden Vorstellungsgesprächs-Leitfäden verwendet, die aus den stellenbezogenen Anforderungsprofilen abgeleitet worden sind. Der Interviewer hat jedoch die Freiheit, im Interview auf individuelle Besonderheiten einzugehen und diese auszuarbeiten, bevor er wieder zum Leitfaden als “roten Faden” zurückkehrt. Häufig werden selbstreflektorische Fragen eingesetzt (wie haben Sie sich dabei gefühlt?) und vertiefende Fragen zum Bewerbungsschreiben und zum Lebenslauf, um auch unter die Oberfläche blicken zu können. Diese Vorstellungsgesprächstechnik gehört zur Oberklasse.

 

Und dann gibt es noch die ebenso berüchtigten wie gefürchteten Stressinterviews. Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr darüber.


Was ist ein Stressinterview?

In vielen Fällen ist ein als Stress erlebtes Bewerbungsgespräch in Wirklichkeit gar kein Stressinterview gewesen, sondern man hatte es mit unsicheren Interviewern zu tun, die ihre Unsicherheit hinter ihrer formalen Machtstellung im Vorstellungsgespräch verbergen wollten. Ein solcher Missbrauch der Machtposition von Interviewern kann durch unsere auf den nächsten Seiten vorgestellten Tipps und Tricks zum Vorstellungsgespräch aufgefangen oder mitunter von vornherein ganz ausgeschlossen werden.

Ein echtes Stressinterview ist in der Regel gar nicht über die gesamte Gesprächsdauer stressig, sondern nur in ganz bestimmten, einzelnen Momenten. Stellen Sie sich ein Vorstellungsgespräch wie ein Spiel vor. Die eine Seite versucht etwas vorzuspielen, die Wahrheit zu beschönigen und negative Aspekte zu verdecken. Die andere Seite versucht die kleinen Täuschungsmanöver zu erkennen und die Wahrheit ans Tageslicht zu befördern. Dazu dient der unerwartete Augenblick des Stresses. Wenn es gelingt, den Bewerber durch eine unangenehme Frage oder eine gezielte Provokation in eine akute Stresssituation zu bringen (Ohrenrauschen), verhindern die einsetzenden physiologischen Vorgänge für mehrere Sekunden, dass der Bewerber klare, überlegte Gedanken fassen kann. Direkt im Anschluss an die ausgelöste Stresssituation wird die Frage gestellt, auf deren wahrheitsgemäße Beantwortung es dem Interviewer eigentlich ankommt und die selber gar keinen Stress auslösen muss. Aber das Gehirn des Bewerbers ist ja noch mit Stresshormonen überflutet. Es wird ihm in den nächsten Sekunden kaum gelingen, sich eine plausible Verschleierung der Wahrheit einfallen zu lassen und diese dann auch noch glaubhaft vorzutragen. Der Interviewer erfährt die Wahrheit und hat das „Spiel“ gewonnen! Oder?

 

Wie reagiert man auf Stressfragen am besten?

Aus der Beschreibung des Vorganges können Sie schon die einzig richtige Reaktion für den Bewerber erkennen: sich Zeit lassen! Überbrücken Sie die Sekunden des Stressmomentes, indem Sie nicht sofort auf die nachgeschobene Frage antworten. Gewinnen Sie Zeit: Denken Sie ein paar Sekunden in aller Ruhe nach, bevor Sie langsam und mit Bedacht antworten. Bitten Sie den Interviewer um die Wiederholung seiner letzten Frage (!) oder fassen Sie die letzte Frage selber langsam und rückfragend zusammen: "... habe ich Sie richtig verstanden, dass Sie von mir wissen möchten,..." So kommen Sie aus den gefährlichen Stresssekunden sicher heraus, gewinnen Ihren klaren Verstand zurück und können überlegt und vielleicht sogar überlegen antworten. Der Stress-Trick verliert schnell seine Wirkung und der Interviewer wird wahrscheinlich im weiteren Bewerbungs-Interview ganz auf seine bei Ihnen nicht funktionierende Technik verzichten.

 

Grundsätzliches

Bei aller Unterschiedlichkeit der Vorstellungsgesprächsstile geht es bei den Interviews schwerpunktmäßig darum, Sie als Person kennenzulernen. Die Fakten aus der schriftlichen Bewerbung und dem Lebenslauf sind grundsätzlich akzeptiert - anderenfalls hätten man Sie gar nicht eingeladen. In diesen Punkten brauchen Sie also keine Überzeugungsarbeit mehr zu leisten. Dennoch wird man Sie auf die schon bekannten Fakten ansprechen, typischerweise Sie zu Beginn des Bewerbungsgesprächs Ihren Lebenslauf erzählen lassen, denn man möchte Sie reden lassen, um zu hören und zu sehen, was für ein Mensch Sie sind, wie Sie sich verhalten, wie Sie sich verkaufen und auf schwierige Fragen reagieren. Es sind viele der schwer fassbaren “weichen Faktoren” (Belastbarkeit, Motivation, Anpassungsfähigkeit, Eigeninitiative, Teamfähigkeit, emotionale Intelligenz, Führungstalent, Kommunikationsfähigkeit, Eloquenz ...) – die sogenannten “Soft Skills” – wie auch die passende “Chemie”, die man im Vorstellungsgespräch klären möchte.

 

Nächste Seite: Häufige Fragen und Antworten zu Vorstellungsgesprächen


Wie lange dauert ein Vorstellungsgespräch?

Ein typisches Bewerbungsgespräch für eine Position mittleren Anforderungsprofils dauert meist nicht viel länger als eine Stunde. Für einfache Tätigkeiten reichen auch schon mal nur 30 Minuten aus, während Vorstellungsgespräche für gehobene Fach- und Führungspositionen ohne weiteres zwei Stunden oder länger dauer können.

 

Was ziehe ich zum Vorstellungsgespräch an?

Für Männer ist im Allgemeinen der Anzug oder eine Anzug-Kombination mit geschlossenem, langärmligem, weißem Hemd und passender, nicht übertrieben bunter Krawatte am unverfänglichsten. Bei speziellen Branchen, z.B. im Kreativbereich, darf man natürlich auch etwas an die dortigen Gepflogenheiten angepassteres anziehen. 

Für Frauen empfiehlt sich zumeist z.B. ein klassisches Kostüm, das sowohl feminin, als auch business-like aussieht. Aber auch maskulinere Business-Anzüge können für Frauen - nicht nur bei Bewerbungen um Führungs- und Managementpositionen - geeignet sein.

Unabhängig vom Geschlecht sollte der Auftritt in jedem Falle gediegen und gepflegt, nicht übertrieben, aber auch nicht alltäglich aussehen. 

 

Wie lange beträgt die Wartezeit nach einem Vorstellungsgespräch, bis das Ergebnis mitgeteilt wird?

Die zu voraussichtliche Wartezeit lässt sich nicht verallgemeinern. In aller Regel können Sie aber davon ausgehen, dass Sie am selben Tag des Bewerbungsgesprächs kein Ergebnis erfahren werden.  

Falls es sich bei einer Folge von Vorstellungsgesprächen bei demselben Arbeitgeber um das letzte Gespräch handelt, also um das eigentliche Einstellungsgespräch, wird die Entscheidung zumeist schnell fallen, weil es keine oder kaum noch ander Mit-Bewerber um die freie Stelle im Bewerbungsauswahlverfahren gibt. Oft erhält man die Entscheidung schon am folgenden Tag oder binnen weniger Tage.

Hat Ihr Gespräch jedoch in einer frühen Phase und in der ersten Runde der Bewerbungsgespräche stattgefunden, kann es durchaus mehrere Wochen dauern, bis alle Vorstellungsgespräche durchgeführt, im Vergleich zueinander ausgewertet wurden und schließlich die Ergebnisse den Bewerbern mitgeteilt werden.

 

Wie bereite ich mich auf ein Vorstellungsgespräch vor?

Um sich auf ein Vorstellungsgesprächs vorzubereiten, sollte man zunächst genau wissen was alles auf die Bewertung der Interviewer Einfluss haben kann.

Dazu gehören natürlich die Fragen, die in Vorstellungsgesprächen typischerweise gestellt werden. Darüber erfahren Sie mehr auf der nächsten Seite.

Doch es gibt auch unterschwellige Möglichkeiten, bestimmte Schwächen im Auswahlverfahren für sich zu nutzen. Welche Schwächen das sind und was Sie tun können, um sie zu nutzen, erfahren Sie auf den darauf folgenden Seiten.

 

>> Typische Fragen im Vorstellungsgespräch


Anzeige

Mehr Infos zum Bewerbungsgespräch gibt’s hier

Wenn Ihnen meine Bewerbungs-Tipps gefallen, würde ich mich über eine Empfehlung sehr freuen!

Sie möchten auf diese Seite verlinken?

Dann kopieren Sie einfach den folgenden HTML-Code in den <body>-Quelltext Ihrer WebPage:

<a href=“ “>Erfolgreicher-Bewerben.de - </a>

 

(m/w)

Genderbezeichnungen werden auf dieser WebSite aus Gründen des sprachlichen Flusses und der ungestörten Lesbarkeit einheitlich in der männlichen Form ausgeführt. Selbstverständlich sind damit jederzeit alle Geschlechter gleichermaßen gemeint.

Im Duden: man (Mann), eigentlich = irgendeiner, jeder beliebige (Mensch)

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.