Subtile Bewertungsgründe im Vorstellungsgespräch

Der "Bauchfaktor" bewertet mit!

Der Interviewer versucht also im Vorstellungsgespräch Ihre Soft-Skills zu beurteilen. Doch wie kann er das anstellen? Mit Fragen wie “Sind Sie teamfähig?” sicherlich kaum. Wer wird da schon nein sagen. Etwas besser ist bereits die Aufforderung “Beschreiben Sie mir eine Situation, in der Ihre Teamfähigkeit besonders gefordert war! Wie haben Sie sich dabei verhalten?” oder “Wie würden Sie sich verhalten, wenn ...?” Aber mit ein wenig Fantasie lassen sich auch hierfür im Vorstellungsgespräch idealisierte Antworten finden, die dem Interviewer nur sagen, was er hören will oder soll.

Von Interviewern hört man hinter vorgehaltener Hand immer wieder Aussagen, wie:

Nach drei Minuten im Vorstellungsgespräch weiß man eigentlich schon, ob ein Bewerber passt oder nicht.”

Und genau in diesen drei Minuten des Vorstellungsgesprächs entscheidet vor allem der Bauch. Nach der einleitenden Bauchentscheidung werden alle weiteren Eindrücke an der ersten Bauchbewertung gemessen, wobei auch hier gilt: Menschen neigen dazu, nach Bestätigungen für ihre bereits gefällte Bewertung zu suchen. Und das gilt ganz besonders auch im Vorstellungsgespräch.

Hierin liegen typische Schwächen der Interviewer, die Sie für sich nutzen können.

Worauf beruht diese Bauchentscheidung der ersten Minuten im Vorstellungsgespräch?

Zunächst einmal auf Sympathie oder Antipathie.

Sympathische Bewerber werden im Vorstellungsgespräch positiver bewertet, als weniger sympathische Bewerber. Sympathische Bewerber empfindet der Interviewer zudem als sich selbst ähnlicher.

Der Sympathie-Effekt trägt sogar einen Namen: Man bezeichnet ihn als “Pygmalion-Effekt”. Der antike Steinhauer Pygmalion verliebte sich (Sympathie) in eine selbst geschaffene Skulptur (unterstellte positive Eigenschaften) so sehr, dass er sie schließlich zum Leben erweckte (Sie bekommen den Job!).

Ein weiterer, nutzbarer Aspekt bei der Bauchentscheidung im Vorstellungsgespräch ist die sogenannte “Typfestlegung”. Interviewer neigen dazu, sich ein Bild von dem idealen Bewerber modellhaft auszumalen. Sie sehen förmlich vor sich, wie ein guter Bewerber im Vorstellungsgespräch aussehen sollte und wie er sich verhält. In den ersten Sekunden Ihres Kennenlernens werden Sie dann unwillkürlich mit diesem Bild – Sie können auch sagen mit dieser Schablone – verglichen. Die schnellen Urteile heißen entsprechend “passt” oder “passt nicht”.

Auch in diesem Bereich lässt sich im Vorstellungsgespräch stets eine Menge machen.

Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Quellen für Beurteilungsfehler im Vorstellungsgespräch, aber wir wollen uns hier auf solche beschränken, aus denen Sie selbst aktiv Vorteile ziehen können.

Lesen Sie im Folgenden wie Sie im Vorstellungsgespräch unterschwellig wirksame, positive Signale einsetzen und für Ihren Erfolg nutzen können.

>> Tricks und Kniffe für das Bewerbungsgespräch


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